Was ist Buddhismus?

Wohl jeder weiß, dass der Buddhismus auf den "Buddha" zurückgeht und dass der Buddha aus Indien kam und Erleuchtung erlangt hat. Außerdem gibt es buddhistische Mönche, die rote oder gelbe Roben tragen und meditieren. Vielleicht können wir in einer Frage-und-Antwort-Form einige Eindrücke geben, was Buddhismus ist.

Ist Buddhismus eine Religion?

Mönche in BodhgayaInzwischen nehmen immer mehr Menschen Meditation wahr als eine Möglichkeit, auf die Anforderungen unseres schnellen, stressigen, ergebnisorientierten Lebensstils zu antworten: Meditation soll einen Ausgleich schaffen, soll uns Ruhe und Entspannung geben, eine Auszeit. Und so gibt es inzwischen zum Beispiel eine kleine Industrie, die sich auf Wellness-Urlaube spezialisiert hat. Man reist in exotische Länder und lässt sich mit Massagen, Yoga und Meditationsanleitungen verwöhnen.

Nach Hause zurückgekehrt, stellt man dann fest, dass der Effekt der Entspannung, der Ruhe und des Friedens nicht sehr lange anhält. Schnell ist man wieder im "Hamsterrad" der Projekttermine, der täglichen Hausarbeit usw.

Buddhistische und Yoga-Zentren in Deutschland bieten Einführungen und weiterführende Begleitung in verschiedenste Meditationsformen an. Auf diese Weise kann man auch zuhause eine stabilere Meditationspraktik pflegen.

In den Zentren der "Buddhistischen Gemeinschaft Triratna" werden im Wesentlichen zwei Meditationsformen angeboten, die jeder, der zum ersten Mal in unsere Zentren kommt, in einer ca. 20minütigen Einführung lernt und in unseren Zentren und Meditationshäusern vertiefen kann.

Die Vergegenwärtigung des Atems

Die "Vergegenwärtigung des Atems" ist eine sehr alte und vergleichsweise einfache Meditation. Wie die meisten Meditationstechniken hat sie ein sog. "Meditationsobjekt", das ist eben der Atem. Ein "Meditationsobjekt" ist das, worauf wir in der Meditation unsere Achtsamkeit richten. Durch die Konzentration wird der Geist ruhiger und gelassener und dadurch erfrischt.

Es gibt viele Weisen, diese Meditation zu machen; bei "Triratna" sind es vier Phasen, die den Übenden tiefer und tiefer in die Konzentration führen.

Die metta bhavana

Die Metta Bhavana hat ein Meditationsobjekt, das dem Anfänger erst mal ungewöhnlich erscheint. Nämlich eine Emotion namens metta. Und diese soll entwickelt (bhavana) werden. Was ist also metta? Es ist jede Emotion von Wohlwollen, Freundlichkeit, liebender Güte oder wie man es nennen will, die sich bedingungslos und unterschiedslos auf alle empfindenden Lebewesen bezieht. In der metta bhavana richten wir diese Emotion auf uns selbst, auf Personen, die wir mögen, auf Personen,die wir nicht mögen und auf Personen, die uns egal sind.

Natürlich gilt für die metta bhavana, wie für die Atem-Meditation, dass wir auf dem Meditationkissen nur üben, dass wir also Achtsamkeit und Wohlwollen im Laufe der Zeit in unserem Alltag manifestieren werden.
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Eine Webseite mit Online-Meditationskursen und vielem mehr (auf Englisch) finden Sie unter www.wildmind.org