Was ist Meditation?

Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, interessieren Sie sich grundsätzlich für Meditation. Vielleicht haben Sie schon mal meditiert, vielleicht auch nicht. Vielleicht haben Sie auch mit Menschen gesprochen, die eher merkwürdige Vorstellungen haben, was das sei. Von "Das machen buddhistische Mönche" (wie im Bild unten) über "Das machen Leute, die an Yoga und Esoterik interessiert sind, und die machen dann »OMMMM«" bis zu "Davon kann man wahnsinnig werden und/oder übernatürliche Kräfte bekommen": Meditation ist in unserem Kulturkreis fremd. Es gibt christliche Orden, die meditieren, aber man kann sicher nicht behaupten, dass Meditation im Westen allgemeines Kulturgut sei.

Dabei ist Meditation als Praktik etwas recht unspektakuläres: Man kann Meditation als eine Art Sport betrachten; nur, dass man nicht den Körper, sondern den Geist trainiert. Meditation ist auch im Allgemeinen ungefährlich. Wenn man Knie- oder Rückenprobleme hat, soll man das dem Meditationslehrer sagen, damit er bei der Vorstellung der Meditationshaltungen darauf Rücksicht nehmen kann. Auch sollte man keine ernsthaften psychischen Probleme haben; wer in Behandlung ist, sollte mit seinem Arzt sprechen, bevor er zu meditieren anfängt.

Mönche in BodhgayaInzwischen nehmen immer mehr Menschen Meditation wahr als eine Möglichkeit, auf die Anforderungen unseres schnellen, stressigen, ergebnisorientierten Lebensstils zu antworten: Meditation soll einen Ausgleich schaffen, soll uns Ruhe und Entspannung geben, eine Auszeit. Und so gibt es inzwischen zum Beispiel eine kleine Industrie, die sich auf Wellness-Urlaube spezialisiert hat. Man reist in exotische Länder und lässt sich mit Massagen, Yoga und Meditationsanleitungen verwöhnen.

Nach Hause zurückgekehrt, stellt man dann fest, dass der Effekt der Entspannung, der Ruhe und des Friedens nicht sehr lange anhält. Schnell ist man wieder im "Hamsterrad" der Projekttermine, der täglichen Hausarbeit usw.

Buddhistische und Yoga-Zentren in Deutschland bieten Einführungen und weiterführende Begleitung in verschiedenste Meditationsformen an. Auf diese Weise kann man auch zuhause eine stabilere Meditationspraktik pflegen.

In den Zentren der "Buddhistischen Gemeinschaft Triratna" werden im Wesentlichen zwei Meditationsformen angeboten, die jeder, der zum ersten Mal in unsere Zentren kommt, in einer ca. 20minütigen Einführung lernt und in unseren Zentren und Meditationshäusern vertiefen kann.

Die Vergegenwärtigung des Atems

Die "Vergegenwärtigung des Atems" ist eine sehr alte und vergleichsweise einfache Meditation. Wie die meisten Meditationstechniken hat sie ein sog. "Meditationsobjekt", das ist eben der Atem. Ein "Meditationsobjekt" ist das, worauf wir in der Meditation unsere Achtsamkeit richten. Durch die Konzentration wird der Geist ruhiger und gelassener und dadurch erfrischt.

Es gibt viele Weisen, diese Meditation zu machen; bei "Triratna" sind es vier Phasen, die den Übenden tiefer und tiefer in die Konzentration führen.

Die metta bhavana

Die Metta Bhavana hat ein Meditationsobjekt, das dem Anfänger erst mal ungewöhnlich erscheint. Nämlich eine Emotion namens metta. Und diese soll entwickelt (bhavana) werden. Was ist also metta? Es ist jede Emotion von Wohlwollen, Freundlichkeit, liebender Güte oder wie man es nennen will, die sich bedingungslos und unterschiedslos auf alle empfindenden Lebewesen bezieht. In der metta bhavana richten wir diese Emotion auf uns selbst, auf Personen, die wir mögen, auf Personen, die wir nicht mögen und auf Personen, die uns egal sind.

Natürlich gilt für die metta bhavana, wie für die Atem-Meditation, dass wir auf dem Meditationkissen nur üben, dass wir also Achtsamkeit und Wohlwollen im Laufe der Zeit in unserem Alltag manifestieren werden.
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Eine Webseite mit Online-Meditationskursen und vielem mehr (auf Englisch) finden Sie unter www.wildmind.org